| JÜRGENLANG |
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VOM PHOTON ZUR PIXELHORDE. |
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Ziehe ich los, um die etwas mehr als acht Minuten nach ihrem Start von dem [Zwerg]Stern namens Sonne ankommenden oder einer anderen natürlichen oder sonstigen künstlichen Quelle ausgehenden oder einer Fläche reflektierten Photonen mit meiner Kamera als Pixel in Horden zu erfassen, bin ich eher Sammler und weniger Jäger für Motive, bei denen sich einzelne Elemente über Linien, Formen, Strukturen, Farben oder Lichtführung, Lichtverlauf und Schatten graphisch verbinden oder entgegenstehen.
Meine Bildkompositionen folgen nicht grundsätzlich irgendwelchen goldenen oder silbernen [Faust]Regeln der [Foto]Kunst, wenn es aber zu einer Licht- und Linienführung passt, ist nicht auszuschließen, dass eine Fotografie zumindest ansatzweise nach Fibonacci-Spirale, Drittelregel oder auch goldenem Schnitt aufgebaut ist. Generell sind mir Lichtsetzung, Fokuspunkte, Vordergründe oder Blickrichtung des Betrachter allerdings wichtiger.
Stets mit Lust und guter Laune, meist einer Idee, aber selten einem genauen Plan folgend beobachte ich diverse infrage kommende Motive und Szenen mit und ohne Mitmenschen in Umgebung und Umfeld zu den Mitmenschen gleich mehr und versuche den passenden Augenblick, der sich in Bälde ergibt, im bestmöglichen Winkel bei bestmöglichen Lichtverhältnissen zu erkennen oder zumindest zu erahnen oder quasi in flagrantie zu erwischen ohne freilich irgendetwas dagegen zu haben, wenn hin und wieder Glück oder Zufall helfen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. |
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Die [Foto]Kameratechnik lasse ich am liebsten Technik sein, hin und wieder aber auch Mittel zum Zweck. Rein lichttechnisch betrachtet verzichte ich auf mindestens 56,84 Prozent des erfassbaren Lichts, da die Sensoren meiner Kameras allesamt kleiner sind als ein Vollformatsensor und meine Objektive keine Offenblenden größer 2 haben. Die höheren ISO-Werte und das damit einhergehendes Rauschverhalten als Abweichung vom zugrunde liegenden Signal des jeweiligen Kamerasensors wird in Situationen mit wenig Licht als Teil des Fotos akzeptiert, das bestmögliche Freistellungpotenzial spielt kaum eine Rolle, da [Haupt]Motive selten separiert und [Neben]Motive in der Tiefe wie auch Hintergründe bevorzugt integriert werden. |
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Um die in freier Wildbahn ins Visier genommenen Motive aufzunehmen, ist die Farbtemperatur regelmäßig auf 5400 bis 5600 Kelvin {*} eingestellt sowie meist die Automatik für die Belichtungszeit zur manuellen Bestimmung der Tiefenwirkung und seltener die für die Blendenöffnung zum Festlegen von Bewegung und Dynamik der Motive auf dem Foto {**} aktiviert, was die eine oder andere positive wie negative Überraschung nicht ausschließt, dafür aber der Notwendigkeit vorbeugt, in der eher schnelllebigen suburbanen Fotografie sowie speziell bei nicht auf Augenhöhe befindlichen Motiven die passenden Einstellungen manuell vornehmen zu wollen oder zu müssen. |
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Dass künstliche Intelligenz in meine Fotografie Einzug hält, war mit dem Kauf neuen Equipments regelrecht unvermeidbar. Aber wenn sie nun mal da ist, wird sie ausschließlich als Hilfsmittel {***} auch eingesetzt.
Die KI hat und hält die Fahrradfahrer fest im Blick. 40 Bilder in 2 Sekunden, kein Ausschuss.
Dass künstliche Intelligenz nach der Aufnahme Einzug in meine Fotos hält, ist und bleibt ausgeschlossen. Im idealen Fall sind Fotos out of cam, im weniger idealen wird die Gradationskurve dezent angepasst. Croppen, um den Bildausschnitt zu verbessern, kommt vor. Passt ein Foto hinten und vorne nicht, wird es im Schade-aber-auch-Ordner archiviert und das Motiv sofern möglich und nötig noch einmal aufgenommen. |
Förmlich in der Natur meiner Fotografie liegt, dass Mitmenschen auf Fotos zu sehen sind sogar erkenn- und identifizierbar. Das ist auf der einen Seite ein Problem, weil ohne Zustimmung fotografierte Mitmenschen zu einem Objekt gemacht werden ohne Kontrolle darüber, wie sie dargestellt werden oder in welchem Kontext das Foto erscheint oder wer das Foto sieht. Alleine ich bestimme, wie der Moment interpretiert wird. Auf der anderen Seite sind Straßen, Plätze, Parks oder Strände selten menschenleer und ich kann beispielsweise und insbesondere vor Sehenswürdigkeiten die Leute schlecht bitten, aus dem Bild zu gehen. Um das Problem so klein wie möglich zu halten, halte ich Mitmenschen grundsätzlich nicht in intimen, entwürdigenden oder irreführenden Situationen fotografisch fest. |
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Der einfachste Weg das Problem zu lösen ist freilich das Fragen, ob ein Foto aufgenommen und veröffentlicht werden darf, was aber seine Tücke haben kann, wenn es sich die Person später anders überlegt. Allerdings wird das Thema aber auch nur dann zu einem Thema, wenn die fotografierte Person wichtig für das Foto ist. Funktioniert das Foto auch ohne jegliche Person oder ist selbige beliebig, weil austauschbar, bedarf es keiner Zustimmung für das Fotografieren oder Veröffentlichen.{****} Im Umkehrschluss bedeutet das, dass heutzutage ein Jeder von uns damit rechnen muss, im öffentlichen Raum jederzeit irgendwo von irgendwem fotografiert zu werden. |
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Tauchen schließlich Mitmenschen auf meinen Fotos auf, möchte ich von ihnen aber auch nicht nur eine für gewöhnlich eher wenigsagende Rück[en]ansicht zeigen, sondern die Emotion[en], die sie zeigen und ausdrücken, wenn wir ihnen ins Gesicht schauen.
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Der (Binsen)Weisheit letzter Schluss: Für eine gelungene Fotografie ist es nicht unbedingt notwendig, silberne oder goldene Regeln auswendig zu lernen oder die Fläche der Blendenöffnung des verwendeten Objektivs berechnen zu können.{*****} Da jedoch das Licht als Grundlage einer jeden Fotografie immer durch das Runde auf das Eckige muss, kann das A und O für eine gelungene Fotografie nur lauten: Halte die Linse sauber‼ |
| * | Mit der Farbtemperatur wird die Farbe des Lichts natürlicher [Licht]Quellen wie Sterne, Blitze oder Feuer und künstlicher Quellen von der Glühbirne bis zur Leuchtdiode im Vergleich zu einem idealen Schwarzen Körper mit gleicher spektraler Verteilung in der Maßeinheit Kelvin (K) verglichen.
In einer Digitalkamera soll der Weißabgleich dafür sorgen, dass Weißes trotz oder wegen unterschiedlicher Lichtquellen stets weiß bleibt und Farben natürlich wirken, indem Farbstiche auf Basis der 18-%-Grau-Vorgabe ausgeglichen werden, weil auch das menschliche Sehen eine Art biologischen Weißabgleich einsetzt, um gewohnte Farben beizubehalten, wobei diese Korrektur adaptiv und nicht absolut ist. Wer genau hinschaut, sieht also, dass die Farben verfälscht sind und die What-You-See-Is-What-You-Get-Wiedergabe verloren geht. Mit einem fest eingestellten Wert für den Weißabgleich bleibt die Farbstimmung über viele Fotos hinweg gleich und kommt es nicht zu spontanen Farbwechseln der Kamera. |
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| * * | KI als Hilfsmittel? Warum nicht?
Ein kleiner Kamerasensor kann mit einem kleinen Objektiv mit mäßig großer Offenblende so gut wie keine sichtbare Unschärfe abbilden. Aber ein kleiner Kamerasensor mit KI kann es. Etwa der eines Smartphones. Da der Nah- und Fernbereich auf dem Zerstreuungskreis des Kamerasensors wegen des vorgesetzten kleinen Objektivs für einen Unschärfebereich nicht weit genug auseinanderliegen, misst beispielsweise ein LiDAR-Scanner die Entfernungen mit Lichtimpulsen und weiß der Kamerasensor dank KI-generierter Tiefenkarte, was nah und was weit weg ist.
Autofokus nebst Motiverkennung, HDR-Zusammenführungen, Multi-Frame-Rauschreduktion, Szenenerkennung oder Bildstabilisierung anhand von Bewegungsmustern sind teils als Deep-Learning-Modelle direkt in der Digitalkamera nur einige der weiteren Hilfmittel, die durchaus einen praktischen Nutzen haben können, ohne die Szenen- oder Motivwiedergabe zu verfälschen. |
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Zur scharfen Abbildung aller Bereiche eines Fotos muss die Schärfentiefe auf die hyperfokale Distanz eingestellt werden:
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| * * * * | Gesetz
§ 22. Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt [ ] § 23. (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden: 1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; 2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen; 3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben; 4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient. (2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten [ ] verletzt wird. |
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| * * * * * | Blendenmathematik
Von [Offen]Blende 1,0 ausgehend verkleinert sich der Durchmesser der Blendenöffnung und vergrößert sich die Blendenzahl mit jeder Blendenstufe um den Faktor √2 {= 1,414}. Da die Lichtmenge, die durch die Blende gelangt, proportional zur Fläche der Blendenöffnung ist, halbiert sich die Lichtmenge (und verdoppelt sich die Belichtungszeit). |
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| © JÜRGENLANG. ONLINE SEIT 1996. |